"Bei europäischem Stresstest durchgefallene Atomkraftwerke gehören sofort vom Netz!"

Veröffentlicht am 27.05.2011 in Europa

Peter Simon, MdEP

EU-Aufsichtsbehörden stimmen bei AKW für "Stresstest light"

"Kaum sind die schrecklichen Bilder aus Japan nicht mehr tagesaktuell in den Köpfen der Menschen präsent, werden anstatt der noch vor Wochen von allen Seiten öffentlichkeitswirksam geforderten umfassenden und maximalen Sicherheitsüberprüfungsmaßnahmen wieder nur halbherzige und unverbindliche Maßnahmen präsentiert.
Wenn wir nicht jetzt die Lehren aus der Atomkatastrophe in Japan ziehen,
wann dann?", zeigt sich der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON enttäuscht über die Ergebnisse des gestrigen Treffens der nationalen Regulierungsbehörden für nukleare Sicherheit (ENSREG) in der EU.

Dass die vonEnergiekommissar Günther Oettinger eingeforderte Verbindlichkeit der Tests bei den Mitgliedstaaten keine ausreichende Unterstützung fand, empört den Europaabgeordneten:
"Ausgerechnet die nationalen Behörden, die die maximale Sicherheit
von Atomanlagen garantieren sollen, widersetzen sich umfassenden und verbindlichen Stresstests." Insbesondere kritisiert er auch, dass die EU-Mitgliedstaaten verbindliche Konsequenzen ablehnen, falls Atomkraftwerke bei Stresstests durchfallen sollten:
"Stresstests ohne verbindliche Konsequenzen verkommen doch zu einer Farce.

Schrottkraftwerke, die die Tests nicht bestehen, gehören schlicht und einfach sofort vom Netz. Da darf es überhaupt keine Diskussion mehr geben", so Peter SIMON. Als inkonsequent beurteilt er zudem, dass die von den EU-Mitgliedstaaten nun geplanten Stresstests für die 143 AKW in der EU nur die Sicherheit nuklearer Reaktoren im Falle von Naturkatastrophen und menschlichem Versagen überprüfen. Noch vor kurzem hatten die EU-Staats- und Regierungschefs umfassende Prüfungen aller Risikoszenarien angekündigt.
"Dazu gehören natürlich auch Terroranschläge und Cyberattacken", betont der Sozialdemokrat.

Peter SIMON plädiert zudem dafür, Atompolitik endlich auf die europäische Ebene zuverlagern: "D i e verbindliche und umfassende Überprüfung der Sicherheit von Atomkraftwerken darf an nationalen Grenzen nicht halt machen. Was bringt es uns in Baden-Württemberg letztendlich, wenn zwar unsere AKWs höheren Sicherheitsstandards entsprechen, aber nur wenige Kilometer von der Landesgrenze entfernt in Frankreich mit dem AKW Fessenheim ein Meiler steht, bei dem deutlich niedrigere Sicherheitsmaßstäbe angesetzt werden?
Wirkliche Verbesserungen in Hinsicht auf die Sicherheit in Deutschland und Europa können wir nur haben, wenn alle AKW in der EU mit gleichen, verbindlichen und hohen Standards überprüft werden." In einem offenen Brief an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte Peter
SIMON gemeinsam mit mehreren französischen und deutschen Europaabgeordneten der S&D-Fraktion und der Fraktion der Grünen/EFA aus Baden-Württemberg und dem Elsass deshalb die sofortige Stilllegung des AKW Fessenheim gefordert.

Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 228 47558

 

Homepage SPD OV Freudenstadt - Oberes Wolftal

saskiaesken.de

 www.saskiaesken.de

Lernen Sie unsere Bundestagsabgeordnete kennen.

Werde Mitglied!

Jetzt Mitglied werden

SPD NEWS

04.06.2020 05:10 Koalition einigt sich auf Konjunkturpaket – „Mit Wumms“
Insgesamt 130 Milliarden Euro nehmen Bund und Länder für ein großes Konjunkturpaket in die Hand. Allein 120 Milliarden Euro davon kommen vom Bund. Im Mittelpunkt stehen Unterstützung für Familien, eine Mehrwertsteuersenkung und die Entlastung der Kommunen. Auch die Stromkosten sollen sinken. Und für Branchen, die besonders von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind, wird es

03.06.2020 18:45 Kinderbonus: So stärken wir Familien
Familien sind von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besonders betroffen. Sie hatten zum Beispiel durch die Schließung von Schulen und Kitas besondere Lasten zu tragen. Noch immer können viele Eltern aufgrund der eingeschränkten Kita- und Schulöffnungszeiten nicht voll arbeiten. Deswegen wollen wir sie gezielt mit einem Kinderbonus unterstützen: 300 Euro einmalig zur freien Verfügung für

03.06.2020 18:43 US-Präsident Donald Trump sollte ausnahmsweise das Richtige tun
Die Proteste in den USA nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd schlagen in Gewalt um. Die Gründe sind für SPD-Fraktionsvizin Gabriela Heinrich klar: struktureller Rassismus und ein populistischer Präsident. „Ich trauere mit den Demonstrierenden in den USA um den getöteten George Floyd. Ich habe Verständnis für die Wut, ihr Protest ist selbstverständlich. Das gewaltsame Umschlagen

01.06.2020 11:04 Kindertag: Für ein gutes Aufwachsen aller Kinder
Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag. An dem Tag macht auch die SPD-Bundestagsfraktion auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam. „Der Internationale Kindertag am 1. Juni findet in diesem Jahr unter den aller Orten zu spürenden Auswirkungen des Corona-Virus statt. Kinder und ihre Familien stehen derzeit oft unter noch mehr Druck als es ohne

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:968141
Heute:41
Online:2