Der Ortsverein Horb gratuliert Jan Zeitler

Veröffentlicht am 20.01.2010 in Pressemitteilungen

Der schwarz-rote Trumpf sticht
Der Stuttgarter Verwaltungswissenschaftler Jan Zeitler zieht ins Horber Bürgermeisteramt ein
Dem Horber Gemeinderat genügte bei der Beigeordnetenwahl am Dienstag ein Wahlgang. 19 Stimmen reichten dem 41-jährigen Verwaltungswissenschaftler aus Stuttgart für den Einzug ins Horber Bürgermeisteramt. Auf Daniel Wochner entfielen acht Stimmen, auf Walter Stocker fünf.

Horb. Selten sei im Vorfeld einer Wahl so wenig durchgedrungen wie bei dieser Beigeordnetenwahl, hieß es am Dienstag im Publikum. Die Gemeinderatsfraktionen hatten sich zwar im Vorfeld mehr oder weniger für einen der drei Kandidaten entschieden, einzelne Gemeinderäte hätten sich jedoch weitgehend bedeckt gehalten. Insofern war für Nichtinsider der Horber Kommunalpolitik der gestrige Wahlabend spannend.

Oberbürgermeister Peter Rosenberger, vor eindreiviertel Jahren selbst noch in der Bewerberrolle ums Horber Bürgermeisteramt, konnte zahlreiche Zuhörer im Sitzungssaal begrüßen. Dieses große Interesse der Bürger, aber auch von Rathausbediensteten, Ortschaftsräten und Ortsvorstehern galt insbesondere dem Abschneiden des lokalen Bewerbers Daniel Wochner, der seinen Heimvorteil allerdings nicht nutzen konnte.

Walter Stocker, Diplomverwaltungswirt (FH) und Leiter des Rechnungsprüfungsamts im Zollernalbkreis eröffnete den Vorstellungsreigen. Er punktete mit der Fachkompetenz eines akribischen Rechners, als bodenständiger Verwaltungsmann, der sich wohl hinter dem Oberbürgermeister einzuordnen verstehe und dem politische Ambitionen fern liegen. „Ich bewerbe mich nicht als OB.“ Stocker dürfte sich mit seiner humorvollen und schlagfertigen Älbler Art Sympathien erworben haben. Gegen den schwarz-roten Deal hatte er jedoch keine Chance. In der Fragerunde stand Stocker für den Erhalt des Horber Krankenhauses, „wenn im Zollernalbkreis das Zwei-Häuser-Konzept funktioniert, sollte das auch hier möglich sein“. Die Umnutzung der Kaserne müsse wohngebietsverträglich sein. „Dass man nagelneue Kasernen schließt und alte Bruchbuden weiter nutzt“, konnte Stocker nicht nachvollziehen. Auch sein klares Bekenntnis zur Ortschaftsverfassung verschaffte dem Stettener Sympathien bei den Ortsvorstehern und sorgte für Lacher im Publikum: „Ein Ortsvorsteher kennt wahrscheinlich jeden Hund der Hundesteuer zahlt.“

Daniel Wochner, Rechtsanwalt aus Horb, setzte in seiner Bewerbung ganz auf die Horber Karte und seine Verbundenheit mit den Horber Ratskollegen. Er gab sich als Visionär, der auf der Horber Schütte stehend in ein Städtle guckt, in dem, paradiesgleich alle Probleme gelöst sind. Er sah die Hochbrücke, das fertige Bahnhofsareal, ein Wasserkraftwerk, Arbeitsplätze, Menschen in der Stadt, Schulen und Kindergärten in gutem Zustand. Weniger Heimatfilmidylle „dies alles unter dem blauen Himmel von Süddeutschland in einer schönen Stadt“, hätte es auch getan. Den Zeithorizont seiner visionären Realisierung ließ er offen.

„Für mich ist der Reiz nicht das Amt des Bürgermeisters, sondern die Entwicklung unserer Heimatstadt“, sagte Wochner. Oft betonte er seine Loyalität zum Oberbürgermeister, das sei er auch stets gegenüber OB Michael Theurer gewesen. „Loyalität ist oberstes Gebot aber ich höre mit dem Denken nicht an der Rathaustür auf.“ Als Gemeinderat habe er Positionen bezogen, als Bürgermeister wolle er Kompromisse finden. In der Fragerunde versicherte er keine Ambitionen auf weitere politische Ämter, etwa den Posten des Oberbürgermeisters oder den eines Landtagsabgeordneten anzustreben. Das habe er mit seiner Frau besprochen. Wochner warb für ein Horber Gewerbegebiet mit direktem Autobahnanschluss und bekannte sich wie sein Vorredner zur Ortschaftsverfassung. „Man sollte die Axt nicht dort anlegen, wo das allgemeine Verständnis der Stadt liegt.“ Jan Zeitler, der als Verwaltungswissenschaftler in einer Stuttgarter Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft tätig ist, trat als kühler Analytiker mit weitreichender Erfahrung auf. Sein Augenmerk wolle er auf die Technischen Betriebe insbesondere die Stadtwerke legen. Er wolle dazu beitragen, dass sich Horb offen, mutig und aktiv den „nicht ganz einfachen Problemen“ stellt. Weil die Stadt reizvoll sei, habe er sich ein zweites Mal um das Bürgermeisteramt beworben. Hartnäckigkeit legte er nahe, damit auch Stadtteile Sanierungsgebiete bekommen. Verkehr, Wohnbau und Gewerbeansiedlung sind seine drei Prioritäten. Sparwillig gab sich Zeitler zwar, doch ohne soziale Einschnitte vorzunehmen. Er kandidiere für volle acht Jahre und gerne auch länger. Nun ist er für die ersten acht Jahre gewählt.

Quelle NEckar Chronik 20.01.2010 Lachenmaier

 

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