Ein halbes Jahrhundert Sozialdemokratie

Veröffentlicht am 17.12.2016 in Ortsverein

Sozialdemokraten Freudenstadt-Oberes Wolftal erinnern sich und blicken bei Jahresschlussfeier zuversichtlich ins Wahljahr

Gemütlich machten es sich die Sozialdemokraten des Ortsvereins Freudenstadt-Oberes Wolftal  am Samstagabend bei ihrem Jahresabschluss im „Friedrichs“ auf dem Kienberg. Dorthin hatte Ortsvorsitzender Volker Schmitz eingeladen und eine große Anzahl Genossen scheute nicht den nächtlichen Fußmarsch auf den Freudenstädter Hausberg.Galt es doch, hochverdiente Jubilare auszuzeichnen. Denn es geschieht ja nicht alle Tage, Parteifreunde für 50-jährige  und 40-jährige Mitgliedschaft ehren zu können. 

Seit 50 Jahren sind Toni und Wolfgang Neher Mitglied in der SPD,  seit 40 Jahren Ella und Siegfried Riester ebenso wie Michael Duffner und Kurt Wiehler.  Wolfgang Neher, so erinnerten Volker Schmitz und Fraktionsvorsitzender Eberhard Haug, habe sich in vielfachen Funktionen verdient gemacht für die Sozialdemokratie in Freudenstadt und in der Region. Als langjähriger Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion oder als zeitweiliges Vorstandsmitglied hätten Generationen von Kommunalpolitiker von der Erfahrung und den Entscheidungen Wolfgang Nehers profitiert. Haug plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen, als er in seinen Erinnerungen an so schwerwiegende und umkämpfte Entscheidungen wie den Ausbau der Stuttgarter Straße in Freudenstadt erinnerte oder aber an legendäre „Nachsitzungen“,ebenso wie an den Tiefpunkt der Freudenstädter SPD mit innerparteilichen Wahlkämpfen. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat habe Wolfgang Neher sein großes kommunalpolitisches Wissen eingebracht. Für seine politische Karriere gebühre ihm aller Respekt.

Auch SPD-Kreisvorsitzender Gerhard Gaiser blickte zurück auf die 50 und 40 Jahre Parteigeschichte, in denen die Jubilare trotz manch schwieriger Jahre zur SPD gestanden hatten. Er erinnerte an 1966 und die Vorbereitungen zur erstmaligen Regierungsbeteiligung der SPD, an „mehr Demokratie wagen“,  an die sozialdemokratischen Kanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder und an Zeiten, als die SPD noch Stimmenanteile um die 40 Prozent erreichte.  Jetzt erlebe die Partei eine Art Durchgangsphase, befinde sich aber in Baden-Württemberg auf einem guten Weg. Mit Leni Breymaier habe die Partei  nach einigen Fehlern in der Vergangenheit die richtige Vorsitzende zur richtigen Zeit  an der Spitze und schöpfe wieder neuen Mut.  „Die SPD wird wieder zu ihren Werten finden, wenn sie die soziale Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt rückt“, so Gaiser. Er rief den in diesen Tagen 90 Jahre alt gewordenen Erhard Eppler in Erinnerung, dessen sozialdemokratische Thesen und politischen Überzeugungen aus den siebziger Jahren zum Teil  noch heute Gültigkeit hätten. Auch das sei ein Grund, mit viel Optimismus in das Wahljahr 2017 zu gehen. Gaiser: „Bei der Bundestagswahl muss die SPD sagen und nach Außen bekannt machen, für was Sozialdemokraten stehen“.

An Erhard Eppler erinnerte auch Michael Duffner, der sich namens der Geehrten für die Auszeichnung bedankte. Allerdings waren die Erinnerungen eher trübe, denn Duffner fand 1976 nach der Niederlage Epplers im Landtagswahlkampf „eigentlich aus Mitleid“ zur SPD, der er dann in 40 Jahren durchaus kritischer Begleitung treu blieb. Die SPD, so meinte er, werde scheitern, wenn sie ihre Ideologie über den Haufen werfe. Parteien bräuchten Ideologien, wohl wissend, dass nicht alle Ziele erreicht werden können. Daher müssten die Ideologien begleitet werden von einem gesunden Pragmatismus. Duffner: Aber dabei darf die Richtung nicht aus den Augen verloren werden“.

Bildunterschrift:

Vorstände und Geehrte bei der Abschlussfeier der SPD im „Friedrichs“. Erste Reihe von links:  Wolfgang und Toni Neher, Kurt Wiehler und Vorsitzender Volker Schmitz. Dahinter von links: Michael Duffner, Ella und Siegfried Riester, Fraktionsvorsitzender Eberhard Haug, Kreisvorsitzender Gerhard Gaiser und zweiter Ortsvorsitzender Sadik Varol.

(Bild und Text mit freundlicher Genehmigung von Hannes Kuhnert)

 

Homepage SPD OV Freudenstadt - Oberes Wolftal

Unsere Bundestagsabgeordnete

Saskia Esken

    Zur Website

Unsere
Landtagskandidatin

Viviana Weschenmoser

    Zur Kandidatinnenwebsite

www.spd-bw.de

Zur Website.

Werde Mitglied!

Jetzt Mitglied werden

SPD NEWS

23.07.2021 14:55 NACH DER HOCHWASSERKATASTROPHE – „WIR STEMMEN DAS GEMEINSAM!“
Nach der Hochwasserkatastrophe hat das Kabinett ein von Olaf Scholz eingeleitetes erstes großes Hilfspaket und ein milliardenschweres Aufbauprogramm auf den Weg gebracht. „Wir stemmen das gemeinsam!“, sagte der Vizekanzler. „Wir werden das tun, was erforderlich ist.“ Die Hilfen sollten schnell und unbürokratisch fließen. „Alle können sich jetzt darauf verlassen“, sagte Scholz. Die Hochwasserkatastrophe habe viel

23.07.2021 05:52 Bernhard Daldrup zum Förderprogramm für Innenstädte
Unsere Innenstädte und Zentren sind durch die Corona-Krise sehr gebeutelt. Die langen Schließungen haben insbesondere den regionalen Einzelhandel und die Kulturszene getroffen. Theaterbesuche, Konzerte, Lesungen – all dies konnte im vergangenen Jahr kaum stattfinden und all dies sind Veranstaltungen, die Menschen in die Innenstädte ziehen und diese beleben. Aus diesem Grund stellt Bundesfinanzminister Olaf Scholz

21.07.2021 15:50 Ein kraftvolles Zeichen gesamtstaatlicher Solidarität
Das Bundeskabinett hat eine millionenschwere Soforthilfe für Hochwasseropfer auf den Weg gebracht. Für SPD-Fraktionsvize Achim Post eine klares Signal: Bund und Länder stehen in dieser Krise zusammen. „Viele Menschen in den Hochwassergebieten sind unverschuldet und über Nacht in Existenznot geraten. Die Schäden sind immens. Um die Not zu lindern wird auf Initiative von Bundesfinanzminister Olaf

21.07.2021 14:48 Daldrup/Kaiser zu Smart Cities in den Kommunen
Die Modellprojekte „Smart Cities“ der dritten Staffel sind entschieden. Beworben hatten sich für die dritte Förderrunde deutschlandweit 94 Städte und Gemeinden mit Projektskizzen. Die SPD-Fraktion im Bundestag lobt, dass nachhaltige und gemeinwohlorientierte Smart-City-Ansätze erprobt werden. „Seit 2019 unterstützt der Bund mit dem Programm ‚Modellprojekte Smart Cities‘ Zukunftsprojekte für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Technologien in

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:968141
Heute:39
Online:2