Sozialdemokraten lassen nicht locker

Veröffentlicht am 27.01.2013 in Pressemitteilungen

Bundesstraße im Murgtal soll entlastet werden -
SPD stellt Weichen

Baiersbronn/ Kreis Freudenstadt.

Die SPD lässt nicht locker in ihrem Bemühen, das Murgtal vom Schwerlastverkehr zu entlasten und den Gütertransport stärker von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Bei einer Kreisvorstandssitzung wurden dazu Weichen gestellt. Weitere Aktionen sollen sich nicht nur auf das Murgtal beschränken.

Baiersbronn/Kreis Freudenstadt. In Abwesenheit des erkrankten Kreisvorsitzenden Gerhard Gaiser leitete Kreisvorstandsmitglied Jörg Marx die Sitzung in der „Tanne“ in Tonbach. Nach seinen Worten habe der Lastwagenverkehr im Murgtal zwischen Rastatt und Freudenstadt mit Einführung der Autobahnmaut für Lastwagen erheblich zu- und inzwischen einen kaum mehr vertretbaren Umfang angenommen. Dies belaste vor allem die Gemeinden an der Bundesstraße und wirke sich nachteilig für den Tourismus aus. Marx erinnerte an das „Kiescontainer-Modell“, als das gleiche Ansinnen vor etwa 30 Jahren aufgegriffen und vorübergehend umgesetzt wurde. Ein Vorstoß der Baiersbronner SPD-Fraktion im Gemeinderat habe bislang nicht viel Wirkung gezeigt, sei wohl auch nicht ernsthaft genug verfolgt worden. Der Bedarf von ansässigen Firmen nach Verlagerung von Güter-Transporten auf die Schienen der Murgtalbahn müsse sorgfältig erhoben werden, so Marx.
Es seien vor allem die Langholz-Fahrzeuge aus dem Schwarzwald sowie die Sand- und Kiestransporte aus dem Rheintal, die die Bundesstraße erheblich belasten. Es müssten auch Ziele des ökologischen Wandels sein, das Verkehrsaufkommen auf der Straße zu drosseln, mahnte Hans Lambacher (Dornstetten) an.

Mit Eberhard Haug, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatfraktion in Freudenstadt, wurde ein Aufgabenkatalog zusammengestellt, nach dem die Genossen ihr weiteres Vorgehen ausrichten wollen. Dabei
herrschte Übereinstimmung darinnen, dass das Problem nicht auf die Strecke zwischen Rastatt und Freudenstadt beschränkt ist, sondern das ganze Kreisgebiet berührt. Gerhard Gaiser hatte zuvor erste Kontakte zu Genossen in Rastatt geknüpft und war auch dort auf lebhaftes Interesse gestoßen. Kann durchaus sein, dass der SPD-Kreisverein Freudenstadt mit diesem Thema über die Kreisgrenzen hinausgeht.
Im Aufgabenkatalog steht die Information im Vordergrund. In den nächsten Schritten sollen Gespräche mit Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) und Deutscher Bahn stattfinden, man will das Interesse von Firmen und Betrieben an Gleisanschlüssen und/oder Transport auf der Schiene abfragen, will erforschen, welche Güter auf der Strecke vorwiegend transportiert werden und ob es umweltschonende Alternativen zum Schwerlastverkehr gibt. Die Frage von Container-Umschlagplätzen wurde ebenso in den Raum gestellt wie die Hoffnung, mit Hilfe des Landes ein Modellprojekt zur Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene auf den Weg zu bringen.

 

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