Soziale Gerechtigkeit hat ein Gesicht: SPD-Ortsverein verleiht zweiten Bürgerpreis

Veröffentlicht am 17.12.2012 in Veranstaltungen

Viele Gäste kamen zur Preisverleihung

Zum zweiten Mal vergab der SPD–Ortsverein Freudenstadt
den Bürgerpreis für soziales Bürgerengagement. In einer eindrucksvollen Feierstunde im Stadthaus wurden vor zahlreichen Gästen das Ehepaar Heidrun und Werner Hertrampf sowie der Weltladen Freudenstadt ausgezeichnet. Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt wäre eine arme Gesellschaft, sagte Bürgermeister Gerhard Link.

Bürgermeister Gerhard Link

„Was im Ehrenamt geleistet wird, ist das Salz in der Suppe des demokratischen Zusammenlebens“, würdigte Bundestagsabgeordnete Katjas Mast, ehrenamtliche Generalsekretärin
der SPD Baden-Württemberg, jene Menschen, die für das soziale Zusammenleben arbeiten, die – so hat es SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück formuliert – versuchen, „weniger Ich und mehr Wir“ zu sein.

Katja Mast, MdB

Der Weltladen Freudenstadt stelle die Gerechtigkeit in den Mittelpunkt, das Ehepaar Hertrampf trage mit seinem beispielhaften Einsatz im Museum im Stadthaus dazu bei, Geschichte lebendig zu halten. Beide Preisträger fördern den Zusammenhalt in der Gesellschaft und darum gehe es auch der SPD: „Die soziale Gerechtigkeit hat ein Gesicht“. Katja Mast forderte andere SPD-Vereine auf, ebenfalls einen Bürgerpreis auszuloben.

Auch Bürgermeister Gerhard Link fand den SPD-Bürgerpreis eine „gute Sache“ und sagte dafür den nachdrücklichen Dank von Oberbürgermeister und Gemeinderat. Viele Bereiche in der Stadt kämen ohne bürgerschaftliches Engagement nicht mehr aus. Auch darum habe die Stadt eine neue Stelle geschaffen, die das Ehrenamt fördern soll.

Link anerkannte den hohen Einsatz, den Werner Hertrampf und Frau Heidrun bei der Umgestaltung des Museums an den Tag legen, um ein Stück Vergangenheit den nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Verleihung des Bürgerpreises an Familie Hertrampf

Der Weltladen mit Brigitte Krebs an der Spitze habe entscheidend dazu beigetragen, dass Freudenstadt erste Fairtrade-Stadt im Schwarzwald wurde. Die Aktionen rund um den fairen und international gerechten Handel tragen ebenfalls die Handschrift des Weltladens.

Preisverleihung an den Weltladen

Zahlreiche Gäste hatten sich zur Verleihung des mit 250 Euro dotierten Preises eingefunden. Unter ihnen Gerhard Mauer, Landrat im Ruhestand, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Reiner Ullrich, und Saskia Esken, Bundestagskandidatin der SPD. Sie wurden vom Ortsvorsitzenden Tobias Frommann, der auf die außerordentliche Leistung der Preisträger verwies, herzlich begrüßt.

SPD-Vorsitzender Tobias Frommann

Schüler der Kunst- und Musikschule bereicherten die Feierstunde mit
unbekümmert zupackendem Spiel auf dem Flügel. In zwei Videofilmen stellte SPD-Vorstandsmitglied Helmut Grandpré die ehrenamtliche Arbeit der Preisträger vor. So Werner Hertrampfs jahrelanges unermüdliches Schaffen in Museum, Besucherbergwerk und ehemaligem Luftschutzbunker. Oder die immer freundliche Museumsführungen von Heidrun Hertrampf. Die fast 30-jährige Geschichte des Weltladens, 1983 von christlichen Jugendgruppen in einem Hinterhof in der Dammstraße eingerichtet, schilderte Brigitte Krebs im Videofilm über den Weltladen. Dieser befindet sich mit seinem umfangreichen Angebot seit 2007 in der Martin-Luther-Straße. Krebs erläuterte dabei, wie der faire Handel mit Produkten aus aller Welt Menschen und Genossenschaften in so genannten Entwicklungsländern ein zuverlässiges Auskommen sichere.

In seiner Laudatio über das Ehepaar Hertrampf verwies Erwin Reichert als Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins darauf, dass nach den vielen hundert staubigen Stunden des Aufräumens, Sichtens, Sortierens und Katalogisierens monatlich bis zu 1000 Besucher die neue Präsentation des Museums bewundern. „Die Arbeit des Ehepaars Hertrampf für die Allgemeinheit ist das, was unsere Bürgergesellschaft ausmacht“, so Reichert. Den Weltladen bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Eberhard Haug in einer Laudatio als „starkes Team mit großem Engagement und Durchhaltevermögen“, dem auch das jährliche Afrika-Fest zu verdanken sei.

SPD-Fraktionsvorsitzender Eberhard Haug

Bundestagskandidatin Saskia Eskpen erinnerte in ihrem Schlusswort, dass die SPD die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt ihrer Wahlkampf-Aussagen gestellt habe.

SPD-Bundestagskandidatin Saskia Esken

Im Anschluss an eine sehr gut besuchte Preisverleihung lud der SPD-Ortsverein Freudenstadt die Gäste auf einen gemütlichen Umtrunk mit Imbiss ein. Dabei ergaben sich viele nette und interessante Gespräche bis in die Abendstunden hinein.

Zahlreiche Gäste würdigten die Verdienste der Preisträger

Text mit freundlicher Genehmigung von Hannes Kuhnert (Erschienen in Neckar-Chronik, 17.12.2012)

 

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