Trauerrede der SPD für Axel Lipp am 25.08.12 in der St. Mauritius- Kirche in Nordstetten

Veröffentlicht am 26.08.2012 in Kreisverband

Liebe Familie Lipp, sehr geehrte Trauergemeinde,

auch wir die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauern um unseren langjährigen Weggefährten Axel Lipp.
Ich darf Ihnen, liebe Frau Lipp und Ihren Kindern mit Familien sowie allen Anverwandten im Namen des SPD- Kreisverbandes Freudenstadt, der SPD- Kreistagsfraktion, des SPD- Ortsvereins Horb und der SPD- Gemeinderatsfraktion unser tiefstes Mitgefühl aussprechen.

Als guter Freund fällt es mir schwer, diesen Part zu übernehmen, aber es ist mir ein besonderes Anliegen, Axel auf seinem letzten Weg zu danken, was er für die Menschen im Landkreis und vor Ort geleistet hat.

Mit Axel Lipp verliert die Sozialdemokratie eine herausragende und liebenswerte Persönlichkeit sowie einen aufrechten Mitstreiter, der sich immer für eine friedliche Welt sowie eine menschlich und sozial gerechte Gesellschaft eingesetzt hat.

Von 1992 bis zu seinem Tode war Axel Lipp Mitglied des SPD- Ortsvereins Horb, davon viele Jahre als dessen Vorsitzender. Fast 20 Jahre war er Mitglied des SPD- Kreisvorstandes. Seit 1994 vertrat er die SPD im Stadtrat in Horb. Die letzten drei Jahre war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Ewig mit ihm verbunden bleiben wird sein Antrag auf Einrichtung einer Horber Bürgerstiftung, die leider von den damals Verantwortlichen nicht gewollt wurde.

1999 wurde Axel Lipp ebenfalls auf Anhieb in den Kreistag gewählt. Schon bei Beginn seines politischen Wirkens mit Anfang 20 hatte er großes Interesse für den Kreistag. Nicht von ungefähr war er von 2004 bis 2009 Vorsitzender der SPD- Kreistagsfraktion.
Außerdem war er maßgebend an der Gründung des Kreisverbandes der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) beteiligt. Er war der erste SGK- Kreisvorsitzende. Insbesondere für neu gewählte auch parteilose Mandatsträger im Landkreis war er ein wichtiger Ansprechpartner und Ratgeber.

Bei all seinem politischen Wirken auch als SPD- Landtags- und Europakandidat setzte sich Axel Lipp stets für das Wohl der Allgemeinheit ein. Dass er eine über die Parteigrenzen hinaus geschätzte Persönlichkeit war, zeigen nicht nur alle Kommunalwahlen, bei denen er angetreten ist, sondern auch dass er bei der Landtagswahl 2011 entgegen dem rückläufigen Landestrend das SPD- Ergebnis im Landkreis sogar um 2 Prozentpunkte verbessern konnte.

Durch sein vorbildliches Engagement wurden viele soziale und kulturelle Projekte voran gebracht. Hervorzuheben sind u.a. die Sanierung des Nordstetter Schlosses und seine Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt.

Mit seinen erst 42 Jahren war er ein politisches Urgestein. Axel war ein Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Über die Politik hinaus wurden ihm vielseitige Begabungen mitgegeben: z.B. die Musik, Theater- und Fasnetsauftritte oder die rasche Abfassung fundierter Pressemitteilungen. Er verfügte über einen hohen Sachverstand in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen.
Axel Lipp wäre ein guter Abgeordneter geworden, der aufgrund seiner starken Verwurzelung in Nordstetten, Horb und im Landkreis nie die Bodenhaftung verloren hätte und auch in Stuttgart oder in Europa genau gewusst hätte, wo den Bürgern der Schuh drückt. Die Belange der Region wären von ihm gut und furchtlos vertreten worden. Wo immer es notwendig war hat er sich auch mit unserer Partei kritisch und konstruktiv auseinander gesetzt.

Seine offene und direkte Art, Dinge anzusprechen werden wir vermissen. Er konnte auch austeilen. Übel genommen hat man es ihm meist nicht. Denn er konnte auch einstecken und sich selbst auf die Schippe nehmen.

Axel wird uns als ein hilfsbereiter, kämpferischer, geradliniger und humorvoller Freund in Erinnerung bleiben.
Vielleicht mögen die vielen Erinnerungen an seine Originalität und manche Anekdoten uns alle über den schmerzhaften Verlust hinweghelfen! Mit seiner Fröhlichkeit hat er sicherlich nicht nur uns in schwierigen Zeiten immer wieder aufgebaut.

Die SPD im Kreis und in Horb ist stolz, einen solchen außergewöhnlichen Menschen in Ihren Reihen gehabt zu haben!

In großer Dankbarkeit verneigen wir uns vor seinem Lebenswerk und nehmen Abschied.

 

Unsere Bundestagsabgeordnete

Saskia Esken

    Zur Website

Unsere
Landtagskandidatin

Viviana Weschenmoser

    Zur Kandidatinnenwebsite

www.spd-bw.de

Zur Website.

Werde Mitglied!

Jetzt Mitglied werden

SPD NEWS

23.01.2022 15:13 KLAUSUR DES SPD-PRÄSIDIUMS
SICHERHEIT IM WANDEL Die SPD stärkt klar den Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz im Umgang mit dem russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Außerdem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher wegen steigender Heizkosten entlastet werden. Und: Die Regierung macht Tempo bei einem zentralen Wahlversprechen. Bei einer Klausurtagung hat sich das SPD-Präsidium klar zum Kurs von Kanzler

22.01.2022 15:14 REGIERUNG PACKT AN
12€-MINDESTLOHN SCHON AB OKTOBER Millionen Frauen und Männer bekommen in diesem Jahr noch eine kräftige Lohnerhöhung: Ab Oktober steigt der Mindestlohn auf 12€. Den Gesetzentwurf hat Arbeitsminister Hubertus Heil bereits in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben. Ein zentrales Wahlkampfversprechen der SPD ist bereits in der Umsetzung: Die Erhöhung des Mindestlohns im ersten Regierungsjahr

18.01.2022 19:55 HAPPY BIRTHDAY! – BETRIEBSVERFASSUNGSGESETZ WIRD 50
Demokratie im Betrieb, Mitbestimmung durch die Beschäftigten, ist ein entscheidender Baustein für starke Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – und für den Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft. Grundlage dafür ist die große Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972. Heute vor 50 Jahren ist sie in Kraft getreten. Die Reform vom 18. Januar 1972 stärkte die Rechte der

18.01.2022 19:20 § 219A WIRD GESTRICHEN – „DAS WAR HÖCHSTE ZEIT“
Die Regierung will Frauen in Konfliktsituationen besser unterstützen. Dazu gehört auch, dass Ärztinnen und Ärzte umfassend medizinisch informieren können, wenn es um einen möglichen Schwangerschaftsabbruch geht. Die Koalition streicht darum jetzt „ein Relikt aus der Kaiserzeit“: den Paragrafen 219a. Bislang müssen Frauenärztinnen und -ärzte Strafverfolgung fürchten, wenn sie auf ihren Internetseiten darüber informieren, dass sie

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:968142
Heute:52
Online:2